ᐅ Marika Rökk

Marika Rökk: Marie Karoline Rökk wurde 1913 in Kairo, Ägypten, als Tochter des ungarischen Architekten und Bauunternehmers Eduard Rökk und seiner Frau Maria Karoline Charlotte (geb. Karoly) Rökk geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit in Budapest, aber 1924 zog ihre Familie nach Paris, wo ihr Vater vertraglich verlobt war. Hier lernte sie tanzen und spielte mit den Hoffmann Girls im Kabarett Moulin Rouge.




Nach einer Tour, die sie zum Broadway führte, setzte sie ihre Tanzausbildung in den USA fort, wo sie mit Ned Wayburn zusammenarbeitete. 1929 kehrte sie nach Europa zurück und spielte im nächsten Jahr in ihrem ersten Film Why Sailors Leave Home, einer britischen Komödie unter der Regie von Monty Banks mit Leslie Fuller.

Sie realisierte ihren Durchbruch, als die Universum Film AG (UFA) versuchte, einen deutschen Filmstar zu schaffen, der es mit Hollywoods Top-Musikschauspielerinnen Eleanor Powell, Ginger Rogers und später mit Alice Faye, Rita Hayworth und Bettchen Grable aufnehmen konnte. Der Propagandaminister des Dritten Reiches, Joseph Goebbels, bewunderte Hollywood-Filme und untersuchte sie sorgfältig in regelmäßigen privaten Vorführungen.

Frühe Technicolor-Filme wie Becky Sharp (1935), The Garden of Allah (1936), Nothing Sacred (1937) und A Star Is Born (1937) ließen ihn erkennen, dass Hollywood-Spielfilme eine Bedrohung für den deutschen Binnenmarkt und den Hollywood-Markt darstellten Die Dominanz der Farb- und Musikfilmtechnologie sollte angeglichen werden, zumindest wenn Deutschland es ernst meinte, einen Kulturkrieg mit den USA und Großbritannien zu führen.




Als gefeierte Revue-Tänzerin auf zahlreichen europäischen Bühnen wurde Rökk als ideale Kandidatin für die Pflege und Förderung dieser neuen Art von Star ausgewählt. 1934 wurde ihr ein Zweijahresvertrag bei der UFA angeboten, wo sie zu einer der produktivsten Filme wurde Sterne der Zeit. Rökks deutsches Filmdebüt war Leichte Kavallerie (1935, Werner Hochbaum) mit Heinz von Cleve. Der Film machte sie über Nacht zu einer Sensation. Marika Rökk

Es war das erste einer Reihe moderner Eskapisten, leichter Operetten und glitzernder Unterhaltungen im Revue-Stil, die Rökk schnell zu einer der beliebtesten deutschen Schauspielerinnen machten. Diese Filme orientierten sich eindeutig an der erfolgreichen Formel der Schwarz-Weiß- und Technicolor-Musikfilme, die in den 1930er und 1940er Jahren von den amerikanischen Filmstudios RKO, Metro-Goldwyn-Mayer und 20th Century Fox produziert wurden.

Sie hatte das technische Können und den Glamor, um die formelhaften Handlungen und Dialoge zu verwirklichen und dem deutschen Publikum einen einheimischen Star zu bieten, der es mit den beliebten amerikanischen Schauspielerinnen aufnehmen kann. Der Bettelstudent und Gasparone, gefolgt von Hallo Janine! 1939 spielten sie alle zusammen mit Johannes Heesters die Hauptrolle und etablierten sie als „Traumpaar“ des Genres der Musikkomödie. In ihren Auftritten kultivierte sie ihren magyaren Akzent, der eine Vorstellung von “Paprika” -Exotik vermittelt. Ihre Filme, die nicht offen politisch waren, waren auch in weiteren Teilen Europas beliebt. Marika Rökk

Mit einer Doppelrolle in Kora Terry, einem Film von 1940, der von ihrem zukünftigen Ehemann Georg Jacoby gedreht wurde, erreichte sie neue Höhen. Indem sie gleichzeitig pflichtbewusste und böse Zwillingsschwestern ausgab, konnte sie ihre Bandbreite an Theatertalenten unter Beweis stellen und in mehreren für diese Zeit recht riskanten Tanzzwischenspielen auftreten. Im selben Jahr trat sie 1941 gemeinsam im Propagandafilm Wunschkonzert von Eduard von Borsody (als sie selbst) auf, gefolgt von ihrem Auftritt in Georg Jacobys verschwenderischen Frauen sind besser Diplomaten, UFAs erstem Agfacolor-Film mit Willy Fritsch.




Den Höhepunkt ihrer Karriere erreichte sie 1944 mit der Hauptrolle in Die Frau meiner Träume, einem aufwändig inszenierten musikalischen Farbfilm, der erneut von Jacoby inszeniert wurde. Obwohl nur wenige ihrer Filme offenkundige NS-Propaganda zeigten, erfüllte sie ihre Mission, eine führende Frau im Dritten Reich zu veranschaulichen und das deutsche Volk während des Zweiten Weltkriegs zu unterhalten, wie es Goebbels beabsichtigte. Nach dem Krieg wurde sie zunächst beruflich verboten, wurde aber 1947 rehabilitiert und konnte ihre Filmkarriere in Westdeutschland und Österreich fortsetzen. Marika Rökk

1948 gehörte sie zu den ersten Empfängern des deutschen Bambi-Medienpreises. Rökk wurde zu einer der bekanntesten Operettensängerinnen Europas und trat bis 1986 auf der Bühne auf. Nachdem ihr Ehemann Georg Jacoby 1964 gestorben war, war sie von 1968 bis zu seinem Tod 1985 mit dem ungarischen Schauspieler Fred Raul verheiratet. Sie ist die Mutter der Schauspielerin Gabriele Jacoby . World